Die Motorische Einheit besteht immer aus eine Nervenzelle, einer Nervenfaser und mehreren Muskelfasern. Die Kontraktion der Muskelfasern wird ausschließlich durch Nervenimpulse ausgelöst.
Nervenzelle, Nervenfaser, Muskelfaser bilden eine funktionelle Einheit.
Dabei steuert jede motorische Nervenzelle jeweils mehrere Muskelfasern. Alle von derselben Nervenzelle erfassten Muskelfasern werden damit gleichzeitig aktiviert und reagieren folglich einheitlich. Je nach Anzahl der Muskelfasern, die von einer Nervenzelle gesteuert werden, sprechen wir von einer großen oder kleinen motorischen Einheit. Je kleiner die Motorischen Einheiten in einem Muskel sind, desto feiner ist sein Einsatz kontrollierbar.
Feinmotorische Muskeln z.B. die Finger oder Gesichtsmuskeln haben nur 8-10 Muskelfasern pro Nervenzelle. Dagegen besitzen Muskeln, die vergleichsweise grobe Bewegungen realisieren, wie z.B. die großen Extremitätenmuskeln, bis zu 2.000 gleichgesteuerte Muskelfasern.
Die Muskelzellen einer Motorischen Einheit liegen immer nur in einem Muskel und sind auf einer Region verteilt deren Querschnittsdurchmesser rund 5mm beträgt. Die verschiedenen motorischen Einheiten eines Muskels arbeiten niemals alle gleichzeitig, sondern phasenverschoben, so dass eine gleichmäßige Kraftentwicklung des Gesamtmuskels möglich wird.
Alle Muskelzellen einer Motorischen Einheit gehören immer zum gleichen Muskelfasertyp.