Ernährungs-Lexikon

Bluthochdruck

Bluthochdruck wird auch als Hypertonie bezeichnet und stellt eine krankhafte Erhöhung des Gefäßinnendrucks der Arterien dar. Die Werte des systolischen Blutdrucks liegen dabei über 160 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule), der diastolische Blutdruck übersteigt einen Wert von 95 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Für die Diagnose eines Bluthochdrucks müssen diese Werte mindestens bei drei verschiedenen Messungen, zu verschiedenen Gelegenheiten überschritten werden.

Ursachen

Es wird unterschieden zwischen der primären, essentiellen Hypertonie sowie der sekundären, symptomatischen Hypertonie.
Während die sekundäre Form als Folge einer Erkrankung auftritt, kann der primäre Bluthochdruck verschiedene Ursachen haben.

Die essentielle Hypertonie entsteht häufig durch Übergewicht, Bewegungsarmut oder seelischen Belastungen, sie kann jedoch auch erblich bedingt sein. Bei 80 bis 90 Prozent der Hypertoniepatienten findet sich die primäre Form.
Die verbleibenden 10 bis 20 Prozent leiden an einer sekundären Hypertonie, die beispielsweise durch Nierenerkrankungen oder Störungen im Hormonhaushalt hervorgerufen werden kann.

Symptome

Sowohl primärer als auch sekundärer Bluthochdruck äußern sich unter anderem durch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Leistungsminderung, Schwindelgefühle sowie Sehstörungen und stellen einen wesentlichen Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose, Herzmuskelschwäche und Nierenschäden dar.

Vorbeugung und Therapie

Es gibt zahlreiche Ernährungsfaktoren, die einen Einfluss auf die Entstehung von Bluthochdruck haben, wobei eine zu hohe Kochsalzzufuhr, Alkoholkonsum und kalorische Überernährung die bedeutendsten sind. Eine leichte Hypertonie kann daher meist schon durch eine Ernährungsumstellung ausreichend gesenkt werden.

In schweren Fällen ist oftmals eine Kombination von Blutdrucksenkenden Medikamenten und Ernährungstherapie erforderlich. Übergewicht sollte abgebaut und die Kochsalz- und damit Natriumzufuhr weitgehend eingeschränkt werden.

Natrium hat einen wesentlichen Einfluss auf den Blutdruck, da es im Körper Wasser bindet und so das Blutvolumen erhöhen kann. Der Effekt einer natriumarmen Diät ist allerdings eher gering. Es wird empfohlen eine kochsalzreiche Diät zu meiden und täglich nicht mehr als 6 Gramm Kochsalz aufzunehmen.

Wirkung von Mineralstoffen

Neben Natrium haben auch andere Mineralstoffen, wie beispielsweise Kalium, Kalzium und Magnesium, einen Einfluss auf die Höhe des Blutdrucks. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass ein im Verhältnis zur Natriumaufnahme hoher Kaliumkonsum die Blutdrucksteigende Wirkung des Natriums abschwächt und das Kalium, durch eine Förderung der Wasserausscheidung aus dem Körper, den Blutdruck generell zu senken vermag.

Auch Magnesium und Kalzium haben einen positiven Einfluss auf die Höhe des Blutdrucks.
Der Verzicht auf den Genuss von schwarzem Tee oder Kaffee ist lediglich bei extremen Blutdruckwerten erforderlich, da die mit einer Tasse Kaffee oder schwarzem Tee aufgenommene Koffeinmenge nur einen geringen Blutdrucksteigenden Effekt von maximal 100 Millimeter Quecksilbersäule hat.

Neben einer Umstellung der Ernährung sollte auch der gesamte Lebensstil verändert werden. Seelische Belastungen sowie Stress sind weitgehend zu vermeiden, die körperliche Aktivität sollte dagegen gesteigert werden.

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