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Yoga für Kids


Die Nachfrage nach Angeboten für Kinder wächst stetig. Schon die Kleinen sind einem ständigen Konkurrenzdruck und hohen Erwartungen ausgesetzt. Kinderyoga bietet einen ganzheitlichen Ansatz, einen für Körper Geist und Seele.

Ausgleich schaffen

Ursprünglich ist Yoga eine Körperübungs-, Atem- und Meditationsdisziplin, die ihre Wurzeln in Indien hat. Im Kinderyoga wird dieses System an die Dynamik der Kinder sowie deren Alter angepasst. So wird z.B. aus der Körperhaltung Kobra eine Schlange, die sich kreuz und quer durch den Raum bewegt, züngelt und zischt. Geräusche und Bilder gehören beim Kinderyoga dazu.

Die Bewegungen sowie die Übungen zur Atemwahrnehmung und Entspannung fördern die Entwicklung der Kinder ganzheitlich. Es geht darum, den Kindern auf spielerische und phantasievolle Weise Yoga näher zu bringen. Ob im Baum, als Surfer, Delfin oder Tiger.

Yoga in eine Geschichte verpackt bringt den Kindern ohne Wertung und Leistungsdruck Freude und Spaß an der Bewegung. Gleichzeitig schult es ihre Konzentration und ihre Atemwahrnehmung und sie sollen lernen zu entspannen. Der Wechsel von Anspannung und Entspannung, aktivem Tun und Ruhepausen schafft Ausgeglichenheit und Harmonie für Körper und Geist.

Positive Auswirkungen

Zahlreiche Studien und Projekte haben bewiesen, dass Yoga genau wie bei Erwachsenen auch bei Kindern positive Auswirkungen hat.

So verbessert es z.B. die Motorik und damit eng verbunden die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten und schult die sinnliche Wahrnehmung. In einer Kinderyoga Stunde können durch den Einsatz unterschiedlichster Utensilien, wie z.B. Watte, Strohhalme, Steine, Blätter oder Blumen, Musik und Klangschalen alle menschlichen Sinne angesprochen und gefördert werden.

Yoga verbessert das Körpergefühl und die Körperwahrnehmung der Kinder, indem Übungsabläufe und Bewegungen durch Wiederholung verinnerlicht und im Gedächtnis gespeichert werden. Gleichgewichtsübungen, Stille-Übungen und kleine Entspannungseinheiten helfen den Kindern ihre Fähigkeit zur Konzentration zu verbessern.

Eine regelmäßige Yogapraxis führt darüber hinaus zu einer besseren Lernfähigkeit, der Verbesserung von sozialen Fähigkeiten und des sozialen Verständnisses sowie zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins. Die Kinder können sich ausprobieren und ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Als Kinderyogalehrer ist es wichtig, auf die Ideen der Kinder einzugehen und sie auch umzusetzen. Das stärkt ihre Selbstsicherheit.

Zudem ist Yoga förderlich für die körperliche Entwicklung z.B. die der Wirbelsäule und der Muskulatur. Yoga hilft Haltungsschäden zu korrigieren und die Kinder können durch Phantasiereisen sowie Übungen und Spielen zur Atemwahrnehmung lernen zu entspannen.

Der Spaß steht im Vordergrund

In erster Linie unterscheidet sich eine Unterrichtseinheit mit Erwachsenen zu einer Kinderyogastunde in der Länge der Einheiten. Je nach Alterklasse, kann eine Yoga Stunde für Kinder zwischen 30 und 60 Minuten dauern während mit Erwachsenen meist 60 bis 90 Minuten praktiziert wird. Kinder sind nicht so lange konzentrationsfähig wie Erwachsene und können aufgrund ihrer körperlichen Konstitution Asanas (Körperhaltungen) nicht so lange halten.

Erwachsene entscheiden sich oft zunächst wegen psychosomatischer oder körperlicher Beschwerden, wie z.B. Rückenschmerzen einen Yoga Kurs zu besuchen. Manche setzen sich Ziele, haben eher einen leistungsorientierten Ansatz im Fokus oder sehen den Besuch der Yoga Stunde als Teil ihres Fitness Programms.

Das wichtigste in einer Kinderyoga Stunde ist, dass die Kinder auch wirklich Kind sein dürfen. Viele Kinder haben ein straffes Tagesprogramm und sind einem enormen Druck ausgesetzt. Neben den heutigen hohen Anforderungen der Schule mit Lernen und Hausaufgaben folgt oft ein umfangreiches Freizeitprogramm. So stehen bei vielen z.B. noch Klavierunterricht, Ballett, Fußball oder andere Aktivitäten auf dem Plan.

Und nicht zuletzt müssen sie auch noch zum Yoga Unterricht. Denn die Beweggründe ein Kind zum Yoga zu schicken, kommen meist von den Eltern. Konzentrationsschwächen und Schwachstellen in der Lernfähigkeit sind hier die häufigsten Schlagworte.

Natürlich sind geregelte Abläufe und gewisse Anforderungen erforderlich, um die Kinder auf das Leben und die Gesellschaft vorzubereiten. Doch wir sollten ihnen auch Raum geben einmal auszubrechen. Kinderyoga bietet hierfür ideale Voraussetzungen.

In einer Kinderyogastunde ist es wichtig, dass die Kinder nichts müssen, sie dürfen. Und zwar ohne Wettkampfgedanken, Messbarkeit und ohne erneuten Leistungsdruck. Die Kinder sollen freiwillig Yoga machen und Spaß an der Sache haben. Und letztendlich beschreibt das doch auch schon die Philosophie des Yoga. Es geht nicht darum wer eine Übung „besser“ oder „schlechter“ macht, es gibt keine Noten und es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Der Spaß steht im Vordergrund, nicht die Leistung.

 

Yoga ist ein Kinderspiel

Die Körperhaltungen werden phantasievoll in Geschichten verpackt und in Bilder umgesetzt. Viele Ideen kommen von den Kindern selbst. Diese spontanen Einfälle sollten unbedingt in die Stunde integriert werden. Somit richtet sich auch die Gestaltung der Stunde nach den aktuellen Bedürfnissen der Kinder.

Es kann sein, dass die Kinder einen unglaublichen Bewegungsdrang haben, sodass die Stunde mit einem dynamischen und körperlich anstrengenden Bewegungsspiel beginnt. Genauso ist es jedoch möglich, dass eine Stunde mit einer Entspannungseinheit startet, wenn dies das Bedürfnis der Kinder ist.

Dies erfordert natürlich eine hohe Flexibilität des Yoga Lehrers. Kriechen wie Schlangen, brüllen wie Löwen oder leicht sein wie eine Wolke – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die Namen für die Körperhaltungen und Begrifflichkeiten in einer Kinderyogastunde werden dem jeweiligen Thema angepasst und entsprechen den Inhalten der Geschichte. Die Namen der Asanas (Körperhaltungen) können variieren und immer wieder neu erfunden werden.

Es gibt keine vorgeschriebenen Begriffe. Hier können die Kinder und auch der Lehrer ihrer Phantasie freien Lauf lassen sowie eigene Namen oder auch eigene Stellungen erfinden. Alles was der Anregung der Phantasie dient und zu dem auch noch die Motorik, die Koordination und / oder das Gleichgewicht der Kinder schult, bereichert jede Kinderyoga Stunde.

Nicht Nicht sagen

Bei der Kommunikation mit Kindern geht es generell in erster Linie um eine gewaltfreie Kommunikation. Jeder kennt Situationen, in denen uns etwas nicht gefällt oder wir uns über andere ärgern. Oftmals bewerten wir dann die Handlung anderer Menschen oder sprechen Kritik aus, beschuldigen, ermahnen oder bestrafen den Anderen.

Die Reaktionen hierauf sind meist Widerstand oder Gegenangriff. In der Kommunikation mit Kindern ist es umso wichtiger Kommunikationen zu vermeiden, auf die Widerstand folgen könnte. Eine Bitte oder eine Aufforderung sollte immer positiv formuliert sein - ohne Negationen.

If I rule the world

Wertvoll für die Arbeit mit Kindern ist die Definition von Regeln. In diesem Fall die Yogaregeln. Wer schon einmal mit Kindern gearbeitet hat, der weiß, dass es hier heiß her gehen kann. Kinder schreien, lachen, rennen, die einen wollen laut sein, die anderen wollen der Geschichte des Lehrers folgen. Das Chaos ist vorprogrammiert.

Ein schönes Projekt zu Beginn der Arbeit mit einer neuen Gruppe ist die Aufstellung von Yogaregeln. Die Kinder können sagen, was ihnen wichtig ist und diese Punkte gemeinsam in der Gruppe erarbeiten. Von den Kids kommen Regeln wie z.B. freundlich miteinander umgehen, nett sein, die anderen Yoga machen lassen, etc. Auch der Yogalehrer sollte die Punkte nennen, die ihm wichtig sind. Muss ein Kind auf die Toilette, müssen alle. Also muss eine „Pipi Regel“ her.

Die Regeln werden auf einem großen Blatt Papier oder Tapete zusammengetragen und idealer weise im Kurs- oder Übungsraum aufgehängt. Meistens brechen Kinder ihre eigenen Regeln nicht. „Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen“. Und wenn es doch einmal nötig ist, kann man die Kids immer an ihre eigenen Regeln erinnern.

Erst ankommen, dann Yoga machen

Eine ideale Größe für eine Kinderyogastunde liegt bei 5-8 Kindern. Optimal ist es natürlich, wenn die Kinder auch eine ähnliche Altersklasse haben. So empfiehlt es sich, die Gruppen in 3-5 jährige, 6-7 jährige und 8-10 jährige Kinder einzuteilen. Ab 11 Jahren kann mit den Kids schon „normal“ Yoga praktiziert werden.

Zuerst erzählen die Kleinen, wie ihr Tag war, "um erst einmal anzukommen". Eine Gesprächsrunde mit Fragen und Antworten oder eine Geschichte leitet das Thema der Stunde ein. Bewegungsspiele oder auch Kooperations- und Vertrauensspiele sorgen für die körperliche Erwärmung vor der eigentlichen Asana Praxis. Je nach Altersklasse können die Kinder zwischen fünfzehn und zwanzig Minuten die Asanas üben, bevor die Entspannung eingeleitet wird.

Kinderleicht entspannen

Um Kindern die unterschiedlichen Entspannungstechniken näher zu bringen, gibt es im Kinderyoga verschiedene Möglichkeiten. So richtig rund wird eine Kinderyogastunde, wenn auch die gewählte Entspannungsmethode zum Thema der Stunde passt.

Eine abwechslungsreiche Möglichkeit, die den Kindern Spaß und Entspannung bietet, ist die Massage. Die Integration von Massagen in eine Kinderyogastunde dient in erster Linie dazu, die Kinder von der Asana Praxis wieder „runter zu holen“, körperliche Blockaden zu lösen und sie auf die körperliche und geistige (Tiefen-) Entspannung vorzubereiten. Auch hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. So können sich die Kinder z.B. gegenseitig eine „Wettermassage“ geben. Vom Regen über Sturm und Hagel bis hin zum strahlenden Sonnenschein findet das Wetter auf den Rücken der Kinder statt.

Mit einer Phantasiereise kommt man als Yogalehrer bei den Kids immer gut an. Sie regt die Phantasie an, entspannt den Körper, dient der Körperwahrnehmung, kann Ängste abbauen und stärkt das Selbstvertrauen. Die Fähigkeit, sich auf die Phantasiereise in Form einer Geschichte einzulassen, hängt von der Empfindlichkeit jedes einzelnen Kindes ab. Die Kinder sollen lernen loszulassen und sich voll auf die Phantasiereise einzulassen.

Durch Übungen zur Atemwahrnehmung wird nicht nur die Entspannung eingeleitet, sondern die Kinder lernen vor allem innere (psychische) Spannungen zu lösen. Zu Beginn geschieht dies eher unbewusst. Je älter die Kinder sind, desto bewusster können Sie mit ihrer Atmung arbeiten.

Eine der beliebtesten Übungen zur Atemwahrnehmung ist die „Kuscheltieratmung“. Die Kinder legen sich am Ende einer Stunde auf den Rücken und legen sich ihr mitgebrachtes Kuscheltier auf den Bauch. Sie schließen die Augen lenken ihre Atmung in ihren Bauch. Sie sollen ganz bewusst fühlen, wie sich das Kuscheltier mit ihrer Atmung hebt und senkt.

Im Kinderyoga eignet sich auch das Ausmalen von Mandalas als eine Form der Entspannung oder gar Meditation. Ein Mandala ist ein gemaltes oder gelegtes Bild, und stammt aus den heiligen Schriften der Hinduisten. Übersetzt heißt Mandala Kreis oder Ring. In vielen Religionen, vor allem im Hinduismus und Buddhismus wird das Mandala für die Zentrierung des Geistes genutzt. Durch das Ausmalen der Mandalas wird die Kreativität der Kinder gefördert und die Feinmotorik geschult. Zudem haben Mandalas eine beruhigende Wirkung und verbessern die Konzentrationsfähigkeit.

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