Übersicht aller Ausbildungen: Präsenz & Online

Stressbewältigung (Coping)


Stressbewältigung: So kann Stress erfolgreich überwunden werden

Egal, ob durch Uni, Arbeit oder hohe Selbstansprüche: Stress ist für viele Menschen ein belastendes Thema. Eine Bewältigung der Stresssymptome scheint für viele nicht erreichbar zu sein.

Dabei ist es mit etwas theoretischem Wissen und ein paar Tipps für jeden Menschen möglich, Stressbewältigung zu erlernen.

Im Folgenden erfährst Du, was man genau unter “Stressbewältigung” versteht, wie sie funktioniert und wie Du sie einfach im Alltag umsetzen kannst.

 

Stressbewältigung: Eustress und Distress

Stress kann in zwei Arten unterschieden werden: Unter “Eustress” wird eine Stressreaktion verstanden, welche als angenehm oder positiv empfunden wird.

Diese Situationen werden aber vom Individuum als angenehm bewertet oder sind mit dem Gefühl von Spaß verbunden.

Als “Distress” hingegen wird eine Stressreaktion bezeichnet, durch welche eine Belastung oder Überlastung für das Individuum entsteht.Der negative Stress wird vom Individuum als unangenehm oder sogar bedrohlich bewertet.

 

Warum Stressbewältigung?

Das Phänomen Stress ist in unserer modernen und individualisierten Gesellschaft omnipräsent. Oftmals überwiegt vor allem der Distress. Und das kann viele negative Folgen für uns haben.

Typische Symptome von negativen Stress sind Schlafstörungen, Immunschwäche, depressive Verstimmungen oder Bluthochdruck.

Zu viel Stress führt zu einem psychischen wie körperlichen Ungleichgewicht und stört damit Gesundheit und Wohlbefinden.

Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, ist es wichtig die Stressresistenz zu erhöhen und Stress zu bewältigen.

Stressresistenz ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt und bestimmt, ab wann Eustress als Distress empfunden wird und uns schadet.

 

Stressbewältigung: Stressmodell nach Lazarus

Der amerikanische Psychologe Lazarus hat 1984 ein Modell zu Stress und Stressbewältigung entworfen.

Im Vergleich zu früheren Stresstheorien geht Lazarus davon aus, dass vor allem die subjektive Bewertung der Stressoren (Ursachen für Stress) entscheidend ist.

So können Menschen für einen Stressor unterschiedlich anfällig sein. Damit ist eine auf das Individuum angepasste Bewältigungsstrategie unabdingbar.

Das Modell nach Lazarus wird als transaktional bezeichnet, da zwischen Stressor und Stressreaktion ein Bewertungsprozess zwischengeschalten ist.

 

Was ist Stressbewältigung nach Lazarus?

Lazarus beschreibt Stressbewältigung als kognitive und verhaltensorientierte Aufwendungen zum Umgang externer und interner Anforderungen, die von der Person als überfordernd angesehen werden oder die eigenen Ressourcen beanspruchen.

Eine Ursache für Stress wird dann zu einem negativen Stressor, wenn die Person diesen als negativ bewertet, das heißt, sich nicht in der Verfassung fühlt, die Herausforderung zu bewältigen.

Ist die Person entsprechend in der Lage mit Bewältigungsstrategien und den eigenen Ressourcen der Ursache zu widerstehen, wird die Situation nicht als negativ oder bedrohlich bewertet.

Das erfolgreiche Widerstehen eines Stressors wird von Lazarus als “Coping” bezeichnet.

 

Stressbewältigung mit Coping

Das Coping zur Stressbewältigung wird nach Lazarus in drei Arten unterschieden.

Coping: Problemorientiert
Beim problemorientierten Coping werden problematische Situationen überwunden, indem Informationen gesucht werden, Handlungen ausgeführt oder unterlassen werden.

Coping: Emotionsorientiert
Bei diesem Coping wird versucht, die Stresssituation zu überwinden, indem die damit verbundene emotionale Erregung abgebaut wird. Hierfür können unterschiedliche Strategien verwendet werden.

Coping: Bewertungsorientiert
Nach Lazarus ist bei der Stressbewältigung die Bewertung der Situation entscheidend.

Wenn Situationen von der Person eher als Herausforderung bewertet werden anstatt als ein Problem, stehen nach Lazarus der Person mehr Ressourcen frei, um situationsgerecht zu agieren. Dies kann aber nur zielführend sein, wenn alle Coping-Strategien kombiniert werden.

 

Maßnahme Stressbewältigung: Ursachen ausfindig machen

Damit Stressbewältigung erfolgreich umgesetzt werden kann, ist es ebenso wichtig, die individuellen Ursachen für negativen Stress ausfindig zu machen.

Einer Studie nach sind die am häufigsten genannten Ursachen für Stress die Arbeit, die Uni oder die zu hohen Selbstansprüche.

Überlege also, welche Dinge in Deinem Leben Dich persönlich stressen. Egal, ob sie aus äußeren Umständen stammen oder von Deinem eigenen Denken ausgehen.

Wenn Du selbst nicht weiterkommst, frage Dein Umfeld wie Familie, Freunde, Partner oder Dein Arbeitsumfeld.

Erstelle anschließend eine Liste. Dadurch wirst Du Dir der Ursachen von Stress erstmals richtig bewusst. Dies ist der erste wichtige Schritt, um zukünftig besser mit Stressoren umgehen zu können.

 

Maßnahme Stressbewältigung: Stressresistenz erhöhen

Als nächstes sollte versucht werden, die eigene Stresstoleranz zu erhöhen. Dies gelingt mithilfe von Entspannungsmethoden und führt zu einem Ausgleich zum Alltag.

Manchen hilft jedoch auch etwas ganz Aktives wie Sport. Finde also heraus, was Dir persönlich gut tut und versuche es regelmäßig in Deinen Alltag einzubinden.

Beispiele zur Erhöhung der Stresstoleranz:

  • Autogenes Training
  • Pilates oder Yoga
  • Sport
  • Hobbies

 

Maßnahme Stressbewältigung: Maßnahmen umsetzen

Der wichtigste Schritt der Stressbewältigung ist es, Maßnahmen oder Projekte gezielt vorzunehmen und umzusetzen.

Egal, ob es das Ausleben eines neuen Hobbys ist, ein erholsamer Ausflug in die Therme oder etwas ganz Aktives umzusetzen: Die Beschäftigung mit etwas Neuem, was nicht Deinem aktuellen Alltag entspricht, hilft Dir, den Kopf frei zu bekommen.

Stress wird von jedem Menschen anders empfunden, daher fällt auch die Stressbewältigung bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Finde also Deine persönlichen Maßnahmen, mit denen Du Stress erfolgreich überwinden kannst.

Sie haben Fragen? Wir beraten!


Katrin Seibert

Telefon: 06134-95401-20
Mail: info@safs-beta.de
Montag - Freitag von 08.00 - 19.00 Uhr

afs & Beta - Seminarcheck - Alle Bewertungen

Sie haben Fragen? Wir beraten...

Beratung & Anmeldung
Katrin Seibert Kundenbetreuung

06134 - 95 401 - 20

Montag - Freitag von 08.00 - 19.00 Uhr

Sie haben Fragen? Wir beraten!

Gerne helfen wir Ihnen bei allen Fragen rund um unsere Ausbildungen und Studiengänge weiter und beraten Sie ganz individuell.

Rufen Sie uns dazu unter der nebenstehenden Telefonnummer an oder senden Sie uns eine E-Mail.

E-Mail senden