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Packing beim Fußball

 

Packing gilt als Startpunkt zur Neubetrachtung des Fußballs. Hier erfährst Du alles, was Du über das Packing beim Fußball wissen musst:

Was bedeutet “Packing”? Wie funktioniert die Methode und welchen Nutzen bringt sie?

 

 

Was ist Packing?

Als Packing wir eine Methode zur Analyse von Fußballspielen bezeichnet. Auf der Grundlage von Packing können Kennzahlen berechnet werden, welche die Spielstärke von Spielern oder ganzen Mannschaften wiedergeben.

 

Grundidee des Packing

Nach der Packing-Methode steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Torerfolg mit der sinkenden Anzahl an Verteidigern zwischen der ballführenden Offensive und dem zu verteidigendem Tor.

Denn je weniger Gegenspieler sich zwischen Angreifern und Gegnertor befinden, desto weniger kann der Angreifer am Torabschluss gehindert werden.

 

Wie wird Packing durchgeführt?

Zur Durchführung werden zu bestimmten Zeitpunkten während eines Spiels gezählt, wie viele Spieler der Gegenmannschaft sich noch zwischen ballführenden Spielern und gegnerischem Tor aufhalten.

Damit die Methode angewendet werden kann, muss das Fußballspiel visuell aufgezeichnet werden, um anschließend analysiert werden zu können.

 

Woher kommt der Begriff Packing?

Die Idee beim Packing im Fußball ist, dass nach einer gelungenen Offensive weniger Gegner zwischen Ball und gegnerischem Tor sind als vor der Aktion.

Die Gegner sind überspielt und können das eigene Tor nicht verteidigen. Sie sind “gepackt” und können währenddessen nicht am Spiel teilhaben.

Daher wird die Methode auch “Packing” genannt.

Entstehung des Packing

Während der Fußball-EM 2016 kam erstmals das Analyse-Werkzeug Packing zum Einsatz und wurde populär.

Wie kam es dazu? Im Januar 2014 entwickelte der ehemalige Fußballspieler Stefan Reinartz mit Jens Hegeler das Packing. Sie gründeten hierfür die Firma Impect GmbH.

Es wurde festgestellt, dass bisherige Analyse-Parameter wie Eckbälle, Ballbesitz und Torschüsse kaum Aussagekraft für die Effizienz des Spiels einer Mannschaft haben.

Zur Verdeutlichung führte Reinartz das WM-Halbfinale 2014 an, bei welchem Deutschland überraschend gegen Brasilien gewann.

Nach bisherigen Analyse-Parametern hätte Brasilien gewinnen müssen. Nach der Packing-Methode war der Gewinn Deutschland aber nachvollziehbar: Die deutsche Mannschaft überspielte mehr Gegner.

Deutschland überspielte 402 Spieler der gegnerischen Mannschaft gegenüber den 341, die Brasilien überspielen konnte. Auch bei den überspielten Verteidigern hatte Deutschland eine höhere Rate mit 84 zu 53.

 

 

Packing-Methode: Kennzahlen

Packing-Rate
Beim Packing gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Gegenspieler überspielt werden können. Hierzu zählen unter anderem ein Vertikalpass, Diagonalpass oder Dribblings.

Anschließend werden aus allen diesen Situationen die überspielten Gegner zusammengezählt. Das Ergebnis wird Packing-Rate genannt.

Impect
Als besonders effektiv gilt das Überspielen der Verteidiger. Dies soll laut Packing den größten Einfluss auf einen Torerfolg haben. Darum werden die überspielten Verteidiger gesondert ausgezählt. Diese Summe nennt sich Impect.

 

Welche Vorteile hat Packing?

Durch Packing wird nicht nur ermittelt, wie viele Gegner mit verschiedenen Aktionen überspielt wurden. Packing zeigt auch, welche Spieler häufiger an Offensivaktionen beteiligt waren und damit beim Spiel besonders effektiv agiert haben.

Somit kann Packing auch als Indikator für die Effizienz eines Offensivspiels eines einzlenen Spielers oder einer ganzen Mannschaft herangezogen werden.

 

Kann Packing auch bei Vereinen angewendet werden?

Voraussetzung für die Durchführung von Packing ist, dass das Spiel aus einer bestimmten Kameraperspektive aufgezeichnet wird. Nur so ist es möglich, die einzelnen Spielaktionen vollständig auszuwerten.

Wenn dies gewährleistet ist, kann die Packing-Methode bei jeder Art von Fußballspiels angewendet werden, also auch bei Vereinen oder im Amateurfußball.

 

Kritik an Packing

Packing ist für die Analyse von Fußballspielen ein sinnvolles und hilfreiches Werkzeug. Jedoch ist kein starker kausaler Zusammenhang zwischen den Packing-Werten und dem Spiel-Ergebnis vorhanden.

So waren beispielsweise beim EM Spiel Deutschland gegen Brasilien die Packing-Kennzahlen nicht so eindeutig, dass sie das Ergebnis von 7:1 erklären könnten.

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