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Der alternde Athlet


Wir alle sterben. Das ist Fakt. Der eine früher – der andere später. Allerdings sterben wir nicht mehr wie früher. Starben die Menschen noch vor 100 Jahren vorwiegend an Infektionen, so sind die Todesursachen des modernen Menschen anderer Natur.

Der Grund liegt in der Tatsache begründet, dass die Menschen früher gewisse Erkrankungen gar nicht erlebten – sie starben früher. Gewisse Krebserkrankungen, die Spätfolgen von Diabetes, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie des Herz-Kreislauf-Systems, sind in der Regel Erkrankungen des Alters. Selbstverständlich spielen auch veränderte Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten eine entscheidende Rolle.

Was das Altern so alles mit sich bringt...

Ungefähr ab dem 45. Lebensjahr beginnt der natürliche Muskelabbau (Sarkopenie). Auch nimmt die kardiopulmonale Kapazität langsam aber stetig ab. Vor allem bei Rauchern oder Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit ist die Abnahme der Herzkreislaufleistung besonders ausgeprägt.

Des Weiteren nimmt sowohl die Anzahl als auch die Funktion der Mitochondrien im Alter ab. Zusätzlich zum Energieverlust durch mitochondriale Dysfunktion, verschlechtert sich der Sauerstofftransport zu den Muskeln.

Der steigende Widerstand der alternden Blutgefäße sowie eine signifikante Abnahme des Stickstoffmonoxid-Gehalts sorgen für eine schlechtere Sauerstoffversorgung der Skelettmuskulatur. Dieser Umstand liefert die Erklärung dafür, dass der ältere Mensch bei körperlicher Aktivität in der Regel schneller ermüdet.

Die Knochendichte nimmt ab dem 40. Lebensjahr um ca. 0,5% pro Jahr ab. Es kommt zur sogenannten Osteopenie. Bei Frauen nach der Menopause ist die Abnahme der Knochendichte sogar noch stärker ausgeprägt.

Das Gleichgewicht verschlechtert sich und Stürze nehmen zu. Durch den geminderten Appetit kann es zu Unterernährungserscheinungen mit Mangelversorgung an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen kommen. Häufig kommt es zu Schlafstörungen, was die Regeneration negativ beeinflusst.

Ein weiteres Problem kann die Entwicklung einer Insulinresistenz sein. Hierbei spielen vor allem die Genetik, die Ernährung und das individuelle Bewegungsverhalten eine wichtige Rolle.

Bei der Entwicklung verschiedener Folgeerkrankungen spielt die Insulinresistenz eine wichtige Schlüsselrolle. So können sich aus der Insulinresistenz unter anderem Übergewicht, Diabetes, generalisierte Entzündungsreaktionen und Bluthochdruck entwickeln.

 

Kein Grund aufzugeben

Die gute Nachricht: Obwohl eine gewisse Degeneration des menschlichen Organismus nicht ausgeschlossen werden kann, muss man sich dennoch nicht einfach in sein Schicksal fügen. Können die oben beschriebenen Veränderungen nicht aufgehalten werden, so können wir sie doch dramatisch verlangsamen und unsere Selbstständigkeit so lange wie möglich bewahren.

Aus einer Vielzahl von Studien geht zweifelsfrei hervor, dass Muskel- und Knochenabbau, der Entwicklung einer Insulinresistenz und auch der Abnahme der kognitiven Fähigkeiten durch Kraft- und Ausdauertraining wirksam entgegnet werden kann.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Erkenntnis, dass es sich hierbei um ein regelmäßiges Training mit zunehmenden Widerständen handeln muss.

Die Annahme, dass ein älterer Mensch nur möglichst vorsichtig und mit geringen Intensitäten belastet werden darf, hat sich als falsch erwiesen. Hierbei gilt selbstverständlich zu beachten, dass Intensität eine individuelle Größe darstellt.

Um dem altersgemäßen Muskel- und Knochenabbau entgegenzuwirken, muss also das allgemeingültige Prinzip von Stress-Erholung-Adaption Anwendung finden. Damit der Körper eine fortschreitende Adaption vollzieht, muss die Intensität mit der Zeit gesteigert werden.

Ein Fazit

Wir altern, und damit verbunden sind verschiedene Degenerationserscheinungen. Trotzdem sind wir nicht zwangsläufig dazu verdammt irgendwann einmal auf fremde Hilfe bei der Verrichtung der täglichen Aktivitäten angewiesen zu sein, sondern wir haben die Möglichkeit dem Alterungsprozess wirksam entgegenzutreten.

Hierfür bedarf es engagierter Fachleute, die bezüglich der Trainingsgestaltung bei älteren Menschen gut ausgebildet sind und sich der Herausforderung, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, mit vollem Einsatz stellen. Wir haben es in der Hand den Alterungsprozess positiv zu beeinflussen.

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