Der schwarze Gürtel in Selbstvermarktung

Wie mache ich meine Person als Personal Trainer bekannt und welche Hindernisse können dabei auftreten? Was ist das Geheimnis der Selbstvermarktung und wie setze ich sie ein um mich von der Masse abzuheben? Fragen, deren Antworten weniger kompliziert sind, als oft vermutet.

Um den Begriff der Selbstvermarktung zu verstehen, sollte dieser zuerst genauer geklärt werden. Laut Duden definiert sich der Begriff folgendermaßen: „Verkauf eigener Produkte direkt an die Verbraucher[innen].“ Eine sehr vage Beschreibung für ein Thema, das so komplex ist, das viele Unternehmer es gerne unter den Teppich kehren, in dem Glauben, es erledige sich schon von selbst. Inzwischen lässt jedoch allein die schiere Masse an multimedialen Kanälen erahnen welche Wichtigkeit hinter diesem Vermarktungs-Konzept steckt.

Selbstvermarktung hat zum Ziel, ein Produkt, mit Hilfe der eigenen Person bekannt zu machen. Das ist jedoch beileibe kein Hexenwerk. Es müssen eben nicht immer die große Facebook Kampagne oder ein reißerisches Angebot a la „20 Kilo in acht Wochen!“ sein. Auch mit kleineren Maßnahmen, unter Beachtung einiger Grundregeln, lassen sich große Wirkungen erzielen.

Was dahinter steckt

Ein gutes Angebot zu haben reicht nicht mehr aus, Kunden wollen in der heutigen Zeit umworben werden. Wer sich nicht klar von der Konkurrenz abheben kann, eine Strategie entwickelt und am Ball bleibt, geht gnadenlos unter.

Die Vorteile einer erfolgreichen Selbstvermarktung liegen dabei klar auf der Hand: trägt der Personal Trainer seine Überzeugungskraft nach außen hin, steht er zu seinem Produkt und präsentiert er sich seinen Kunden gegenüber authentisch, spricht sich dies herum. Und steigert somit die Chance auf einen Kauf. Marketing in eigener Sache ist deshalb heute wichtiger denn je.

Betrachtet man Mega Konzerne wie Apple oder Coca Cola wird einem schnell klar, dass deren Erfolg nicht einer bahnbrechenden Innovation oder einem preislichen Vorteil zugrunde liegt. Im Gegenteil, ähnliche und günstigere Produkte waren längst auf dem Markt vorhanden. Doch die Kombination aus emotional ansprechender Werbung und authentischem Auftreten bildet den feinen Unterschied zu anderen Konkurrenten – und macht den Erfolg aus.

Seien Sie nicht der günstigste, sondern der Beste

Der Fokus eines Personal-Trainers sollte also deutlich auf dem qualitativen Output seiner Arbeit liegen. Natürlich geht damit auch eine Steigerung der Preise einher. Aber wer seine Kunden zufrieden stellt, deren Wünsche und Ziele erfüllt, der wird auch gerne besser bezahlt und obendrein weiterempfohlen.

Der erste Schritt auf diesem Weg ist die Selbstkenntnis. Das mag zuerst nach philosophischem Geschwafel klingen, hat im Grunde jedoch einen ganz simplen Hintergrund: Kennen Sie Ihr Warum. Warum arbeite ich als Personal-Trainer? Was will ich bei meinen Kunden erreichen? Was ist mir wichtig?

Diese einfachen Fragen können helfen, die eigene Persönlichkeit herauszubilden, um sie dann in der Konsequenz authentisch nach außen zu präsentieren. Die Definition dieser Werte erleichtert außerdem die Festlegung einer Zielgruppe oder die Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet.

Im Umkehrschluss bedeutet das ganz salopp sich nicht zu verstellen. Viele Motivations- und Kommunikationsseminare betonen die Wichtigkeit, eine ausgeprägte Körpersprache zu entwickeln. Für manche Menschen mag das funktionieren aber es lässt sich ziemlich einfach die Frage beantworten: Wer wirkt authentischer: eine Person die sich einstudiert bewegt oder jemand der in seiner Körpersprache völlig natürlich wirkt?

#Erfolg

Wer sich aktuell erfolgreich selbst vermarkten will, kommt an Social Media nicht vorbei. Nirgendwo erreicht man in kürzester Zeit so viele Menschen wie auf sozialen Plattformen im Internet. Und zwar ohne etwas dafür zu zahlen.

Soziale Medien bieten somit ein gigantisches Potenzial zur Kundengewinnung und Bindung. Hervorragend, mögen nun so einige denken. Schnell ein paar Fotos bei Instagram hochgeladen, den Facebook Status stündlich aktualisiert und obendrauf noch ein paar YouTube Videos hochgeladen und auf sämtlichen Plattformen gepostet. So einfach funktioniert die digitale Maschinerie aber leider nicht.

Auch hier gilt wieder der altbewährte Satz: Qualität vor Quantität. Natürlich verfügt ein qualifizierter Personal-Trainer über großes Fachwissen, das auch Anwendung finden soll. Allerdings reagieren die wenigsten Menschen positiv darauf, im Stundentakt eine Kostprobe dieses geballten Wissens verpasst zu bekommen.

Der Fokus sollte in der Startphase also verstärkt auf der Beobachtung liegen. Welche Themen funktionieren zurzeit gut? Kann ich diese aufgreifen? Welche Botschaften möchte ich meinen Followern vermitteln und welchen Nutzen bringt es ihnen?

Auf Facebook sollte eine Fanpage eingerichtet werden, kein Profil. Kanäle müssen ordentlich miteinander verknüpft werden um die Sache rund zu machen. Das eigene Konzept kann kurz und knackig in einem Video vorgestellt werden. Die Homepage des Trainers sollte aktuell und ansprechend gestaltet sein.

Es mag banal erscheinen, doch viele dieser Regeln werden immer noch zu stark vernachlässigt. Zu verstehen, wie die digitale Gefolgschaft tickt und wirksam darauf zu reagieren ist ein langwieriger Lernprozess. Hat man allerdings ein Gefühl dafür entwickelt, bei welchen Themen man sich erfolgreich einbringen kann, so steht einem ein mächtiges Werkzeug zur Seite.

Neben Social Media haben die „alten“ Wege der Selbstvermarktung immer noch genauso ihre Daseinsberechtigung. Events wie Messen oder spezifische Veranstaltungen bieten nach wie vor eine wunderbare Möglichkeit, sich publik zu machen. Visitenkarten bilden hier eine von vielen Möglichkeiten.

Kostengünstig, einfach zu gestalten und bei einem Event mit einem Zeitaufwand von 2 Sekunden pro potenziellem Kunde zu verteilen. Zwar sollten solche Werbemittel schlicht und seriös gehalten werden, der Kreativität sind hier allerdings kaum Grenzen gesetzt.

Schamanen des Sports

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Anpassungsfähigkeit des Personal-Trainers. In Deutschland ist nach wie vor die Meinung weit verbreitet, dass ein großes Fachwissen das Nonplusultra eines Trainers darstellt. Dabei wird häufig gerne vergessen, dass selbst das größte Wissen noch keinen guten Lehrer ausmacht.

Um eines klar zu stellen: eine Basis in Form von fundiertem Know-how ist wichtig und unabdingbar zur Erfüllung der Kundenwünsche. Ein ebenso großer Teil des Erfolgs beruht jedoch auf der zwischenmenschlichen Komponente. Personal-Trainer sind oft Kumpel, Seelenklempner und Mentoren zugleich.

Eine Anforderung die viel Fingerspitzengefühl erfordert und nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Das Aufrollen von persönlichen Hintergründen und die damit verbundene Motivationsarbeit erhalten damit einen ebenso hohen Stellenwert wie die korrekte Ausführung einer Übung.

Eine weitere wohl bekannte Angewohnheit vieler Personal Trainer sind Versprechen. Der Kunde vertraut seine Wünsche, Sehnsüchte und Sorgen seinem Trainer an. Nicht selten werden hier Versprechen gemacht die letztlich, möge es am Trainer oder am Kunden liegen, nicht eingehalten werden. Folglich ist die Enttäuschung beim Kunden groß und negative Publicity vorprogrammiert. Realismus und die Motivation zu klein gesteckten Zielen bieten hier eine deutlich bessere Variante zum langfristigen Erfolg.

Fazit

Selbstvermarktung stellt heute, mehr denn je, eine große Herausforderung dar. Die Ansprüche des Kunden sowie die Komplexität der Medienkanäle wachsen rasant. Um in diesem schnelllebigen Wettbewerb mithalten zu können, muss ein Personal-Trainer deutlich seine persönlichen Stärken herausarbeiten.

Ein authentisches Auftreten ist hierbei genauso wichtig wie das Fachwissen über Trainingspläne und Ernährungsanalysen. Die eigenen Ziele und Prioritäten sollten stets klar formuliert sein und zu einer Art Mantra werden, welches die Präsenz stärkt und den Standpunkt unterstreicht.

Sowohl Social Medias, als auch die klassische Mund Propaganda tragen wesentlich zum Erfolg eines Trainers bei. Wer über die Zeit hinweg lernt wie diese Kanäle in Wechselwirkung zueinander stehen und eine Sensibilität für die Bedürfnisse und Anforderungen seiner Kunden entwickelt, kann sich langfristig ein solides Standbein aufbauen.

Bereits Kampfsportlegende Bruce Lee beschrieb das Konzept des Erfolgs mit diesen einfachen Worten: „Der Wille gestaltet den Menschen. Zum Erfolg braucht es jedoch Mut und Ausdauer.“ Und eine Eigenschaft sollte, wie schon bei Bruce Lee, dabei nie außer Acht gelassen werden: die Leidenschaft zum Sport.

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